Die Geschichte der Berglandmilch

Die Berglandmilch war zu ihrer Gründung ein Zusammenschluss von sechs bedeutenden Molkereien mit 27 Produktionsorten in Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten und dem Burgenland.

  • Schärdinger Landmolkerei (Feldkirchen, Geinberg, Münzkirchen, Peuerbach, Ried, Taufkirchen)
  • Linzer Molkerei (Bad Leonfelden, MH Linz, Pregarten)
  • Milchunion Alpenvorland (Baumgartenberg, Königswiesen, Steyr-Garsten)
  • Bäuerliche Milchunion Kärnten (Klagenfurt, St. Veit a. d. Glan, Völkermarkt, Wolfsberg)
  • Molkerei im Mostviertel (Aschbach, Erlauf)
  • Milchverarbeitung Desserta (Feldbach, Fürstenfeld, Güssing, Graz, Hartberg, Leoben, Voitsberg, Weiz)

Zum Jahreswechsel 1995/1996 übernimmt die neu gegründete Berglandmilch die Milchaktivitäten und dazugehörige Marken aus der AMF, mit dem Ziel, die Position der österreichischen Milchwirtschaft am europäischen Markt abzusichern.

Die folgenden Jahre sind geprägt von einem straffen Restrukturierungs- und Modernisierungsprogramm. Im Jahr 2009 schließen sich die Landfrisch Molkerei, 2010 die Tirol Milch und im Jahr 2011 die Stainzer Milch der Berglandmilch an. Zurzeit betreibt die Berglandmilch 11 Werke in Österreich (Aschbach, Feldkirchen, Garsten, Geinberg, Klagenfurt, Rohrbach, Stainz, Voitsberg, Wels, Wörgl, Alpi Ried).

Heute ist die Berglandmilch die größte Molkerei Österreichs. Mit rund 1.500 Mitarbeitern inklusiv Tochterunternehmen verarbeitet Berglandmilch unter den Dachmarken Schärdinger, Desserta, Tirol Milch, Lattella, Landfrisch, Stainzer, Alpi bzw. Alpiland ca. 1,3 Mrd. kg Milch pro Jahr. Produziert werden über 350 Artikel in den Bereichen Frischprodukte, H-Milch, Käse, Butter, Joghurt und Topfen. Zur Berglandmilch-Gruppe zählen mehr als 11.000 Lieferanten, die auch Eigentümer des Unternehmens sind.

Heute ist die Berglandmilch eine der stärksten Molkereien Mitteleuropas.

Tradition der Marke Schärdinger

Die Tradition des Unternehmens Berglandmilch geht auf die 1900 gegründete Schärdinger Theebutter-Zentrale zurück. Im Jahr 1900 wurde von einigen engagierten Landwirten in Schärding die Erste Österreichische Zentrale Theebutter Verkaufsgenossenschaft gegründet, um die selbst erzeugte Butter gemeinsam zu sammeln und zu verwerten. Nicht einmal 10 Jahre nach der Gründung gehören 15 Molkereigenossenschaften zur Zentralen Theebutter Verkaufsgenossenschaft.

Die Weltwirtschaftskrise übersteht Schärdinger weitgehend unbeschadet. Kurz vor Kriegsbeginn 1937 hat Schärdinger bereits 34 Mitgliedsgenossenschaften und entwickelt sich zur größten und leistungsfähigsten milchwirtschaftlichen Absatzorganisation Österreichs. Zum 40-jährigen Bestehen umfasst Schärdinger 41 Molkereigenossenschaften, 6 Käsereigenossenschaften und 40.000 Mitglieder. 1952 erfolgt die Umbenennung in "Schärdinger OÖ Molkereiverband". Umfangreiche Investitionen in den Hauptstandorten Schärding, Linz und Wien werden getätigt und Schärdinger beginnt sich nach neuen Exportmärkten umzusehen. Mitte der 60er Jahre durchbricht Schärdinger die 1-Milliarden-Schilling-Umsatzgrenze und verlagert den Schwerpunkt auf die Produktion und den Absatz von Markenkäse und Butter. 1980 beträgt der Umsatz bereits 4,3 Mrd. Schilling. Der Aufschwung geht auch in den 80ern weiter: Ausbau des Zentrallagers Pasching, Investitionen im Schärdinger Milchhof Wien.

Im Zuge der Vorbereitungsaktivitäten zum EU-Beitritt werden die älteste Verkaufsgenossenschaft, die "Schärdinger" OÖ. Molkereiverband reg.Gen.m.b.H. sowie fünf weitere Molkereiverbände, Teil der 1990 gegründeten AMF (Austria Milch- und Fleischvermarktung reg.Gen.m.b.H.).

Das Milchgeschäft der AMF samt den Markenrechten wurde 1995 durch die neu gegründete Berglandmilch übernommen.